Unsere Ziele zu den Uni-Wahlen 2017

Stoppt die Verschwendung eures Semesterbeitrages!

Als Studenten dieser Uni sind wir alle gezwungen, jährlich unseren Semesterbeitrag zu zahlen. Damit wird neben dem Semesterticket auch die studentische Vertretung an der Uni, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) finanziert.
Da wir alle diese Beiträge zahlen, sollte es unserer Überzeugung nach eine Selbstverständlichkeit sein, verlässlich und sparsam mit den Semesterbeiträgen umzugehen. Das Ziel sollte sein die Beiträge, welche Ihr zahlt, optimal in Eurem Interesse einzusetzen. Das Ziel darf hingegen nicht sein ideologisch motiviertes Suchen nach Systemalternativen zur sozialen Marktwirtschaft von Euren Geldern zu veranstalten.
Leider lässt sich jedoch bei anderen hochschulpolitischen Gruppen und vor allem im derzeitigen AStA dieser Anspruch nicht erkennen. Phasenweise ist genau das Gegenteil der Fall. Deswegen ist unsere zentrale Forderung für unseren studentischen Beitrag:
Service statt Ideologie!
Vortragsreihen, die sich ausschließlich um Kapitalismuskritik drehen und mit unserer Lebensrealität wenig zu tun haben, dürfen gerne stattfinden. Jeder darf den Kommunismus gutheißen. Das gehört schließlich zu einer freien Gesellschaft. Was wir aber nicht brauchen, ist die Bewerbung dieser Ideologien von unserem Geld. Zumal es schon ironische Züge hat, wenn Kommunisten sich Anreise (oftmals natürlich erster Klasse) und Vortrag teuer bezahlen lassen.
Stattdessen möchten wir, dass der AStA beliebte Angebote, wie den Bulli-Verleih, ausbaut und eine bessere Bewerbung vorhandener Angebote, wie Rechtsberatung und Beschwerdestelle, betreibt. Außerdem sollte der AStA für weitere Serviceangebote offen sein, wie z.B. den Verleih von Veranstaltungstechnik wie Beamer & Co.
Wir schlagen außerdem vor, dass der AStA eine Rabattwoche im Münsteraner Einzelhandel organisiert (Students‘ Week). Eine solche Aktion böte eine Win-Win-Situation: Wir Studenten bekämen Rabatte, während sich der Einzelhandel vorstellen und bewerben könnte.
Finanziell besonders unverantwortlich sind die seit langem existierenden Forderungen einzelner Listen, wie z.B. der Juso HSG, die unsere WWU umbenennen will. In Zeiten knapper Kassen und Kürzungen in der Lehre noch einen kostspieligen Umbenennungsprozess zu starten würde schlicht zu viel Geld kosten. Geld, welches dann wieder in der Lehre fehlt.
Allein die Umbenennung des Studentenwerks Münster in „Studierendenwerk Münster“, eine von Rot-Grün in NRW erzwungene Maßnahme, hat knapp 200.000€ verschlungen. Ein siebenstelliger Betrag dürfte angesichts der ungleich größeren Universität als Schätzung für deren Umbenennung deswegen sicher keine Übertreibung sein.
Uns fehlt bei diesen Wünschen schlicht die finanzielle Verantwortung. Geld ist eine endliche Ressource und gerade bei Studenten ist das Ende der finanziellen Möglichkeiten schnell erreicht. Deshalb gilt für uns: Sensibel abwägen welche Ausgaben wirklich nötig sind und die Studienbedingungen effektiv verbessern!

Ausbau des Kultursemestertickets

Das Kultursemesterticket zählt bei den Studierenden zu einem der beliebtesten Angebote überhaupt. Gerade deshalb ist es bedauerlich, dass dieses sich nur auf einen kleinen Kreis von Veranstaltungen beschränkt und dass die Voraussetzungen für die Nutzung oftmals sehr unübersichtlich sind, was noch so Manchen von seinem Gebrauch abschreckt.
Daher möchten wir eine Ausweitung des Kultursemestertickets erreichen, indem wir uns für mehr Kooperationspartner im Bereich Theater, Kunst, Musik, aber auch Sport in Münster und Umgebung einsetzen werden.
Dass Angebote für Sportveranstaltungen, wie Besuche beim SCP oder in Schwimmbädern bisher nicht im Kultursemesterticket enthalten sind ist unserer Ansicht nach nicht nachvollziehbar, da auch Sport ein Teil unserer Kultur ist und viele Studenten sich für eben solche Veranstaltungen besonders interessieren. Daher fordern wir auch solche Veranstaltungen in das Kultursemesterticket zu integrieren.
Des Weiteren gibt es noch einige Museen, wie z.B. das Picasso-Museum, die vom Kultursemesterticket nicht erfasst sind. Auch hier möchten wir Euch mehr Möglichkeiten bieten.
Das Angebot soll zudem regional erweitert werden. So soll jeder Student die Möglichkeit bekommen auch die Geschichte und Kultur des Münsterlandes, seiner Wahlheimat, näher kennenzulernen.

Unsere Mensen: Vielfalt und Nachhaltigkeit!

Wer den Tag in Hörsälen, Seminarräumen und Bibliotheken verbringt und nicht gerade Justus Aurelius heißt ist auf sie angewiesen: Die Mensen, Cafés und Bistros des Studierendenwerks Münster. Nicht umsonst sind die Mensen jeden Mittag so voll, dass man mitunter auf einen Sitzplatz warten muss.
Jeden Tag? Nein. Wer seine Sonntage in der Bib verbringt, dem bleibt nur ein Fresspaket von zu Hause, der Bäcker oder der Gang ins nächste (Schnell-)Restaurant.
Deshalb setzen wir uns für die Öffnung einiger Mensen an einigen Sonntagen der Klausurenphase ein. So können wir Studenten in der Zeit des größten Stresses wie gewohnt bequem in der Mensa essen. An den restlichen Sonntagen im Jahr ist die Selbstversorgung aus unserer Sicht zumutbar. Die freien Tage der Angestellten liegen uns als christliche Hochschulgruppe auch am Herzen. Deshalb sind die Arbeitszeiten an den Sonntagen in der Klausurenphase unserer Meinung nach auch zu Recht grundsätzlich mit Zuschlägen zu vergüten und bilden die Ausnahme.
Zusätzlich setzen wir uns für den Erhalt und die Verbesserung der Essensqualität ein. Dazu gehört ein gemischtes Menüangebot. Vegetarische oder vegane Gerichte sind wichtig und inzwischen etabliert. Wir wollen aber keinen Veggiezwang, wie z.B. in Form des lang propagierten Veggie-Days. Jeder muss täglich wählen können, ob er sich vegetarisch ernähren möchte oder nicht. Dies gehört für uns zur eigenverantwortlichen Selbstbestimmung. Um die freie Wahl zu gewährleisten, muss zudem die Preisgestaltung moderat und nachvollziehbar sein. Das Essen muss bezahlbar bleiben.
Außerdem möchten wir uns verstärkt für eine nachhaltigere und umweltfreundlichere Mensa einsetzen. Leider scheiterten Versuche, die Reste über Tafeln Bedürftigen zugutekommen zu lassen aus rechtlichen Gründen.
Ein wichtiger Ansatzpunkt kann daher die Reduzierung der enormen Menge Müll sein, die täglich allein durch die vielen Einwegkaffeebecher zustande kommt. Daher fordern wir eine Vergünstigung des Kaffees für alle, die einen eigenen Mehrwegbecher mitbringen, der zukünftig in einem schönen WWU-Design angeboten werden könnte. Selbstverständlich sind aber auch alle anderen Mehrwegbecher gerne gesehen.
Denn so wird sowohl Euer Geldbeutel als auch die Umwelt geschont!

Studierendenwerke unter Rot-Grün: Unterfinanziert und überreguliert

Sie stellen Mensen, Wohnheime, Sozialberatung, Kindertagesstätten und vieles mehr: Die Studierendenwerke in NRW. So spielen sie für uns alle in einer oder mehreren Funktionen eine wichtige Rolle.
Wir möchten die Studierendenwerke weiter effizient auf unsere studentischen Bedürfnisse fokussieren. Durch bürokratische Hürden und strukturelle Unterfinanzierung wurde ihre Arbeit aber durch die Landesregierung unter Rot-Grün zunehmend erschwert.
a) Unterfinanzierung
Im Vergleich zur Einführung des Euro vor bald 20 Jahren hängt der Länderzuschuss-Sockelbetrag für alle Studierendenwerke in NRW immer noch mit nur unwesentlichem Anstieg bei ca. 40 Millionen Euro fest, in der vergangenen Legislatur wurde er überhaupt nicht erhöht. Das bedeutet, dass seit Jahren jeder Prozentpunkt Inflationsanstieg von uns Studierenden getragen wird.
Inflationsbedingt ist der Anteil des Landes am Haushalt des Studentenwerks Münster deshalb von knapp 20% auf aktuell unter 10% gefallen.
Wir als RCDS werden dafür kämpfen, dass sich NRW wieder für die Studenten und die Studierendenwerke einsetzt.
b) Überregulierung
Die vergangene Landesregierung sparte an Geld, aber nicht an Vorschriften.
– Die Rot-Grüne Landesregierung hat die Studierendenwerke gezwungen, sich von Studentenwerken in Studierendenwerke umzubenennen. Das hat in Münster allein im vergangenen Jahr 175.000€ gekostet. Die Kosten werden nicht gesondert von der Landesregierung übernommen. Sprich: Auch das tragen wir Studenten.
– Die Landesregierung hat die Studierendenwerke außerdem dazu verpflichtet, in ihren Verwaltungsräten eine Frauenquote von 4/9 einzuführen, dem Mantra der Landesregierung folgend, dass das Geschlecht als Kriterium wichtiger als die Qualifikation der Bewerber ist. Wir als RCDS lehnen diese unverschämte (und – rechtlich freundlich gesagt – umstrittene) Einmischung in die Entscheidungsfindung studentischer Vertreter ab.
Als RCDS werden wir dem Vorgehen der letzten Landesregierung „Nichts bezahlen, möglichst alles bestimmen“ einen Riegel vorschieben. Eine Landregierung kann sich nicht heimlich aus der Finanzierung des Studierendwerks zurückziehen, gleichzeitig aber mit unsinnigen Regularien Mehrkosten verursachen. Dank des Regierungswechsels in NRW sind wir nun die Liste mit der besten politischen Anbindung an die Landesregierung. Mit Eurer Stimme und Unterstützung wollen wir in der Landespolitik eine starke Stimme für studentische Interessen rund um das Studierendenwerk sein.

Unterstützung von Geflüchteten

Stellt euch vor, Ihr müsstet jetzt auf dem Höhepunkt Eurer akademischen Ausbildung fliehen. Würdet Ihr nicht auch wollen, dass man Euch nicht links liegen lässt? Viele Menschen sind in den letzten Jahren zu uns gekommen, um hier Schutz zu suchen. Nun gilt es, die Menschen, die so Unvorstellbares erleben mussten, zu integrieren. Dies verlangt eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung. Das heißt aus unserer Überzeugung heraus, dass auch und gerade die Universitäten gefragt sind.
Integration erfolgt nicht zuletzt über Bildung. Daran glauben wir und so muss Geflüchteten der Gasthörerstatus ermöglicht werden. Wer in seinem Heimatland einen dem Abitur vergleichbaren Abschluss erworben hat, soll die Möglichkeit bekommen, sich weiterzubilden. Außerdem müssen, damit die neuen Gasthörer überhaupt von ihrem Studium profitieren können, natürlich auch ausreichende Sprachkenntnisse vorliegen. Um diese zu erhalten, muss es quasi als Vorlauf zur Universitätszulassung als Gasthörer die Möglichkeit geben, entsprechende Kenntnisse zu erwerben.
Nicht vergessen werden darf, dass Integration wahrlich keine Einbahnstraße ist. Auch wir können etwas von den Geflüchteten lernen. Warum werden zum Beispiel keine Tandem-Möglichkeiten zwischen Geflüchteten und Studenten ermöglicht? Davon würden alle Beteiligten profitieren. Deshalb wollen wir uns dafür einsetzen.
Wir glauben daran, dass wir unser Land durch ein gemeinsames Voneinanderlernen und Miteinanderlernen voranbringen können.

Hochschulsport

Der Hochschulsport in Münster bietet mit seinen rund 140 Sportarten1 abwechslungsreiche und vielfältige Möglichkeiten, sich neben dem Studium sportlich zu betätigen und neue Leute kennenzulernen. So können wir Studenten neue Sportarten ausprobieren, Bekanntes vertiefen und von günstigen Preisen profitieren.
Jedoch steht noch vor der ersten Trainingsstunde der Run auf die freien Plätze an.
Wer einen der rund 25.000 Kursplätze1 belegen will, muss sich über die Server des Hochschulsports anmelden. Jedes Semester warten tausende Interessenten vor ihren Computern auf die Freigabe der Buchung. Mit Freischalten der Kurse ist aber oftmals die Buchung nicht möglich. Dies liegt neben der zu hohen Anfrage für einzelne Kurse vor allem an den Serverkapazitäten. So ist es oft Glück, wer erfolgreich durch die Anmeldung kommt und wessen Vorgang hängen bleibt. Besonders frustrierend ist es, wenn man in der Anmeldung für den Lieblingskurs hängen bleibt und dadurch auch noch die Anmeldung für den zweitliebsten Kurs verpasst.
Deshalb setzt sich der RCDS für den Ausbau der Serverkapazitäten in den Anmeldezeiträumen ein. Jeder Interessent soll ohne Verzögerungen durch das Verfahren kommen, sodass wirklich der mahlt, der zuerst kommt.

Start-Ups und Wirtschaft an der Uni - für mehr Kooperationen

Zu einer jeden Universität sollte eine lebendige Gründer- und Unternehmenskultur gehören. (Universitäres) Wissen mit erfolgreichem Wirtschaften zu verknüpfen ist einer der Hauptgründe für den wirtschaftlichen Erfolg der Bundesrepublik.
Für ein Land, das intellektuelle Leistungen (zurecht) so hochschätzt, sollte es selbstverständlich sein, interessierten Studenten die Möglichkeit zur Gründung so stark wie möglich zu vereinfachen. Ein Schritt könnte zum Beispiel der Ausbau der Rechtsberatung zu Fragen des Gründertums sein.
Als RCDS werden wir uns daher dafür einsetzen, dass Gründen ein selbstverständlicher Teil unserer Uni-Kultur wird und aktiver unterstützt und bekannt gemacht wird.
Wir setzen uns zudem dafür ein, eine engere Verknüpfung zwischen den Unternehmen und uns Studierenden zu schaffen. Dazu wünschen wir uns eine Praktikumsbörse. Unternehmen können so zentral Praktikumsstellen oder auch Nebenjobs ausschreiben. Wir Studenten erhalten dadurch einen guten und zentralen Überblick über unsere Möglichkeiten. Gleichzeitig können so die Unternehmen ihre freien Stellen erfolgreicher füllen und möglicherweise sogar langfristig qualifizierte Mitarbeiter finden und binden.

Erasmus, DAAD und Co. – Auslandsangebot verbessern

In einer sich globalisierenden Welt sind sowohl Fremdsprachkenntnisse als auch Auslandsaufenthalte, insbesondere Auslandssemester, bei Bewerbungen immer häufiger ein wichtiges, wenn nicht sogar ausschlaggebendes Kriterium.
Jedem interessierten Studenten sollte daher auch die Möglichkeit gegeben werden, ein solches wahrzunehmen. Ziel der EU ist es, die Anzahl der zeitweise im Ausland Studierenden bis 2020 deutlich zu erhöhen und so das ERASMUS-Programm stetig zu erweitern. Möglich ist dies aber nur, wenn die Hochschulen ein dementsprechendes Angebot an Partnerhochschulen präsentieren können.
Deshalb macht sich der RCDS für die Akquirierung weiterer Partneruniversitäten stark. Es gilt dabei jedoch, nicht nur nach quantitativen Maßstäben vorzugehen, sondern gerade auf die Qualität der potentiellen Partnerhochschulen zu achten. Das heißt, dass eine Partnerschaft danach ausgesucht werden soll, wie gut die ausländische Hochschule vom fachlichen Profil, von der geographischen Lage, der politischen Situation und ähnlichen strategischen Aspekten zur WWU passt, denn niemandem nutzen 20 Hochschulen in politisch instabilen und mit Reisewarnung versehenen Zielländern.
Doch das allein wird den Problemen nicht gerecht. Zusätzlich zum Ausbau neuer Partnerschaften gilt es, die bestehenden effektiver zu nutzen. Zu oft ist es der Fall, dass Studenten über ihren eigenen Fachbereich nicht den ERASMUS-Platz an der gewünschten Uni erhalten. Gleichzeitig bleibt der Platz bei einem anderen Fachbereich aber vielleicht unbesetzt. Das ist verfehlt. Denn oftmals besteht die Möglichkeit, über andere Fachbereiche als dem eigenen ein Auslandssemester anzutreten. Viel zu wenige Studenten wissen davon. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Rahmenbedingungen zu undurchsichtig sind? Genau aus dem Grund werden wir uns für eine fachbereichsübergreifende ERASMUS-Restplatzbörse
einsetzen. So kann etwa die Jura-Studentin sehen, dass in der Skandinavistik noch der erträumte Platz unbesetzt geblieben ist. Und so ist es doch noch möglich, dass sie über ERASMUS+ ein Semester an der Wunschuni in Norwegen in ihrem eigenen Studienfach verbringt. Das ist es, was in einer globalisierten Welt jedem ermöglicht werden sollte.
Des Weiteren fordert der RCDS auch abseits von ERASMUS+ eine Intensivierung der Beziehungen mit nicht-europäischen Ländern und ihren Spitzenunis im Rahmen des Deutschen Akademischen Austauschdienstes, um eine weltweite Vernetzung unserer Uni zu gewährleisten. Das gilt etwa für die USA, aber auch und insbesondere aufgrund des Brexit-Votums für Großbritannien. Es wäre fatal, wenn aufgrund des Brexit alle Partnerschaften zwischen der WWU und dem Vereinigten Königreich abbrechen.
Eine internationale Uni und Auslandsaufenthalte für jeden Interessierten – das ist es, wofür wir uns einsetzen.

Leichter lernen - Digitalisierung vorantreiben

Im Schnitt gibt jeder Student bis zu 65€ im Monat für Lehrbücher aus. Wir sagen: Teuer genug! Möchte man angesichts horrender Preise dann den Gang in die ULB antreten, schlagen einem oft genug die Lettern „Zurzeit kein Exemplar verfügbar“ entgegen. Deshalb setzt sich der RCDS für den Ausbau des eBook-Angebots im Onlinekatalog der ULB ein. Denn eBooks sind ganz sicher nicht so schnell vergriffen.
Gerade der Senat bietet die ideale Gelegenheit, Kontakte zu den Professoren aufzunehmen und eine Ausweitung des eBook Angebots zu erzielen.
Gleichzeitig fordern wir längere Öffnungszeiten in den Bibliotheken, den Ausbau des physischen Lehrbuchangebots und effektivere Erinnerungen zum Ablauf der Leihfrist, um die Nutzung der Bib noch einfacher und für den einen oder anderen aufgrund vermeidbarer Mahnkosten billiger zu machen.
Eine weitere Verbesserungsmöglichkeit für die wir uns aussprechen liegt in den Hörsälen. Für kleines Geld könnten Stühle und Tische repariert werden, die in teilweise ohnehin überfüllten Vorlesungen weiteren Platz schaffen würden.
Außerdem setzen wir uns für eine Ausweitung des Angebots an Vorlesungsaufzeichnungen ein. Vorlesungsaufzeichnungen können v.a. in den Naturwissenschaften ein nützliches Instrument zum Verständnis von Experimenten sein, wenn man sie sich später im Internet nochmal ansehen kann. Aber auch in allen anderen Fachbereichen unterstützen sie die Studenten bei einer effektiven Nachbereitung der Vorlesungen. Außerdem ermöglichen sie es, trotz Krankheit oder Terminüberschneidungen inhaltlich an dem Fach teilzunehmen und fördern so die Chancengerechtigkeit und ein individuelles, selbstbestimmtes Studium.

Wir bleiben die WWU - keine Umbenennung

Die Diskussion um den Namen unserer Universität bzw. um ihren prominenten Namensgeber, Kaiser Wilhelm II., ist nicht neu. Immer wieder erheben sich Stimmen aus den AStA stellenden Listen (insb. der JuSo HSG und CampusGrün), die fordern der Westfälischen Wilhelms-Universität einen neuen Namen zu geben.
Wir wollen in keiner Weise die Verbindung Wilhelms II. zum Ausbruch des 1. Weltkriegs und seinen verheerenden Folgen leugnen oder gar gutheißen.
Allerdings kostet die Umbenennung einer Universität unter anderem auf Grund von Schilderauswechselungen, vor allem aber wegen kostspieliger Grundbuchänderungen viel Geld. Geld, welches die WWU nicht hat.
Die Westfälische Wilhelms- Universität genießt zudem über Grenzen hinweg einen hervorragenden Ruf und gerade das Akronym „WWU“ erwies sich bisher unter Angestellten und besonders unter Studenten als identitätsstiftend, wenn man einmal die Vielzahl verkaufter T-Shirts, Pullover, Taschen und ähnlicher Accessoires mit diesen Lettern betrachtet. Einen durch eine Umbenennung entstehenden Reputationsschaden wollen wir verhindern!
Nachdem der RCDS in den vergangenen zwei Jahren mit einem Sitz im Senat vertreten war, konnte die studentische Einigkeit zur Umbenennung verhindert werden. Mit Eurer Stimme möchten wir diese Position fortsetzen!

Mehr Masterplätze!

Wir setzen uns weiterhin für einen Ausbau der Masterplätze an der WWU durch Mittel des Landes ein.
Oftmals ist der Bachelor noch kein berufsqualifizierender Abschluss und wie beispielsweise im Lehramts- und im Psychologiestudium hängt der berufliche Werdegang essentiell von einem Masterplatz ab.
Die Forderung nach Masterplatzgarantie mag gut klingen, eine solche würde allerdings einen massiven Qualitätsverlust des Masters nach sich ziehen und ist zudem momentan nicht finanzierbar. Eine solche Forderung kann also nicht im Sinne der Studenten sein.
Die rund 279 Millionen Euro, die das Land Nordrhein-Westfalen jährlich aufgrund der Übernahme der BAföG-Kosten durch den Bund einspart, müssen vollumfänglich in den Bildungsbereich, insbesondere in den Ausbau von Masterplätzen und Professuren, investiert werden. Dabei muss besonders darauf geachtet werden, dass zunächst die Masterplätze in den Studiengängen ausgebaut werden, in denen der größte Bedarf besteht.

Klausuren anonymisieren - faire Leistungsbewertung für alle!

In einigen Studiengängen und vor allem für Abschlussarbeiten wie Staatsexamina ist es schon lange Standard: Die Anonymisierung von Klausuren.
Bei der Korrekturarbeit sollte nur die objektive Leistung des Einzelnen zählen. Ein persönlicher Kontakt zwischen Studentinnen/Studenten und den Korrektoren – sei es durch eine Arbeit an Lehrstühlen oder privat – darf keine Rolle spielen, wenn es für die Studenten um das für sie Wichtigste geht: die Bewertung von Studienleistungen.
Warum also sollte dieser Fortschritt nur für wenige und in bestimmten Situationen gelten? Anonymisierte Klausuren geben keinen Hinweis auf die Herkunft oder das Geschlecht des Prüflings. Einigen Studien zufolge haben aber gerade diese persönlichen Merkmale durchaus gewissen Einfluss auf die Bewertung von Leistungen2. Dies kann und darf nicht so bleiben. Denn das, was wirklich zählt, sind doch Kenntnisse und Fähigkeiten jedes einzelnen, ohne Rücksicht auf seinen Hintergrund. Der RCDS setzt sich deshalb dafür ein, dass alle anderen Umstände nicht mehr ins Gewicht fallen.

Uni-Card - endlich alles auf eine Karte

Seit Anfang des Sommersemesters 2017 habt Ihr sie endlich alle in Euren Briefkästen finden können: eine Karte, die Studi- & Bibliotheksausweis und die Mensa- & Bezahlkarte auf einer Karte vereint. Wir freuen uns, dass diese RCDS-Idee nun nach vielen Jahren endlich umgesetzt wurde. Wir wollen aber auch weiterhin daran arbeiten, dass auch das Semesterticket langfristig auf die neue Karte integriert werden – dank mehrerer verschiedener implementierter Chips ist auch das datenschutzfreundlich möglich. Mit Eurer Stimme wollen wir uns dafür einsetzen, dass bald wirklich „eine Karte für alle Fälle“ gilt!