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Grün-roter AStA verbrennt über 4000€ für einseitige linke „Bildung“

Vor zwei Wochen 1500€ für die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO 37) und nun 2700€ für die Veranstaltungsreihe Ideologiekritik – zwei Veranstaltungen, die sich zwar offen geben, aber letztendlich doch reine linke Propaganda sind

Immerhin waren die beantragten 4050€ studentischer Förderung allein für den BUKO 37 selbst den AStA-tragenden Listen zu viel: Sie senkten die Summe auf 1500€. Während man sich im StuPa offen gibt, enthüllen eine Frauenquote für Referenten und Teilnehmer sowie ein Beitrag zur Finanzierung von knapp 20% durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung die wahre Ausrichtung. Ferner fragt man sich, wie eine Veranstaltung die Dreistigkeit besitzen kann, fast den halben Topf an zur Verfügung stehenden Förderungsmittel für sich allein zu beantragen, der für ein Jahr und alle externen Projekte ausreichen muss. Auch wenn in dieser Hinsicht etwas gekürzt wurde – 1500€ sind immer noch entschieden zu viel für eine Veranstaltung, die sich selbst als „Ort linker, herrschaftskritischer Debatten“ (vgl. http://www.buko.info/wer-wir-sind/) versteht und damit nur eine Randgruppe anspricht. Der RCDS fordert hier: Wenn das Geld aller Studenten ausgegeben wird, müssen auch möglichst viele davon profitieren und nicht nur der Freundeskreis der Organisatoren!

 

Auch die Antragsteller des zweiten Projekts, die Veranstaltungsreihe zur Ideologiekritik, verdeutlichen im StuPa, dass offene Diskussionen gewünscht sind. In Wahrheit aber wird im Antragsschreiben mehrmals Marx zitiert, auch die Referenten setzen sich hauptsächlich mit Marx’ Theorien und ihren Abwandlungen auseinander. Es wird von der „Überwindung […] der gesellschaftlichen Widersprüche“ (siehe Antragstext S. 4) gesprochen und auf Nachfrage offen zugegeben, dass nicht weniger als eine Revolution das Ziel ist. Was den RCDS außerdem an dem Antrag stört, ist die Selbstverständlichkeit, mit der auf studentische Mittel zurückgegriffen wird. Die Studierendenschaft trägt fast 90% der Kosten, es gibt kaum andere Sponsoren und Teilnahmebeiträge (selbst in Höhe von 50ct oder als freiwilliger Solidarbeitrag) kommen nicht in Frage. Man ist sich der Unterstützung der linken Listen ohnehin so sicher, dass der Antrag erst zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn im StuPa behandelt wird und der Haushaltsausschuss sogar eine Sondersitzung abhalten muss. Der RCDS fordert hier, dass die Finanzierung mit demselben Elan geplant wird wie der Umsturz der bestehenden Gesellschaftsform! Wer ein Boot-Camp für angehende Kommunisten machen möchte, kann das tun, aber nicht auf Kosten der Studenten!

 

Insgesamt hat der AStA leider wieder einmal unter Beweis gestellt, dass Politik für eine kleine Gruppe treuer linker Gefolgsleute wichtiger ist als das Wohl aller Studenten – schade! Aber der RCDS wird auch weiter dafür kämpfen, dass das Bildungsangebot des AStA vielfältiger und ausgeglichener wird!

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RCDS Münster
Dieser Blog wird durch die Vorsitzende des RCDS Münster, Isabel Blume, betreut.

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